A Day To Remember - For Those Who Have Heart
Die Fusion aus Emo und heftigem Hardcore wurde in den letzten Jahren von tausenden Bands von A bis Z durchexerziert. Da ist es umso erstaunlicher, dass es immer wieder eine Band schafft doch noch frischen Wind in die Sache zu blasen. Sei es nun mit neuartigen Interpretationen oder der absolut gelungenen und erfrischenden Umsetzung des bekannten Schemas. A Day To Remember aus Florida fallen in die letztere Kategorie. Sie verbinden poppige Melodien mit bretthartem Hardcore und Metal. Soweit nichts neues, die Umsetzung ist aber richtig geil. Die melodischen Gesänge verleihen den Songs Hitcharakter, Crewshouts sorgen für authentisches Hardcore Feeling und brutal stampfende Grooves und derbe Shouts sorgen für passende Kontraste. Dabei klingt die Band viel weniger metallisch als beispielsweise It Dies Today oder Atreyu. Andererseits sind die Jungs aber auch härter als Silverstein oder Senses Fail. Trotz des Ohrwurmcharakters von Songs wie „The Plot To Bomb The Panhandle“, „Colder Than My Heart, If You Can Imagine“ oder „Here´s To The Past“ klingen die Songs nie gewollt oder zu sehr auf Hit getrimmt sondern immer authentisch. Dazu trägt natürlich die charismatische Stimme von Frontmann Jeremy McKinnon nicht unwesentlich bei. Der Titel passt wie die Faust aufs Auge, die Band hat reichlich Herz, was nicht nur in der Ballade „Monuments“ zum Ausdruck kommt. Die Herren sind aber auch mal richtig angepisst, wie massive Moshparts immer wieder beweisen. Wer sich eine funktionierende Mischung aus frühen Taking Back Sunday und derbem Metalcore vorstellen kann ist hier goldrichtig. (rg)




