A Day To Remember - Homesick
Erst im Dezember wurde das Debüt von A Day To Remember neu aufgelegt. Das machte schon mal Appetit auf das jetzt vorliegende neue Werk der Truppe aus Florida. Auf ihrem dritten Album verfolgt die Band ihren bisherigen Weg konsequent weiter und konnte ihren Stil weiter verfeinern. Dieser setzt sich zum einen aus fluffigem Pop-Punk zum anderen aus recht brutalem Hardcore zusammen. Damit sind sie sicher nicht die ersten die melodische mit harten Einflüssen paaren, die Band hat über die Jahre aber durchaus ihren eigenen Sound entwickeln können. Hinzu kommt, dass die Band ein ausgesprochen gutes Händchen für eingängige Refrains und hymnische Arrangements hat. Dies stellen die Jungs auf "Homesick" erneut unter Beweis. Beginnt der Opener noch mit verspielt klingenden Crewvocals, machen fette Moshriffs gleich klar, dass man auch durchaus bissig sein kann. Der Song gipfelt dann schnell in einem absoluten Ohrwurm Refrain. Nach diesem Muster im Spannungsfeld der Extreme sind die meisten Songs auf dem Album angelegt, wobei doch jeder souverän für sich steht. Immer wieder kommt die Band mit großartigen Melodien und eingängigen Gesangslinien um die Ecke die den Hörer nicht mehr los lassen. Ebenfalls an der Tagesordnung sind Crewshouts und reichlich kleine Ideen welche die Platte interessant halten. Frontmann Jeremy McKinnon überzeugt sowohl mit seinen eindringlichen Shouts als auch mit seiner charismatischen Gesangsstimme. Unter den insgesamt 12 Songs findet sich kein einziger schwacher, jeder ist ein Hit. Auch die abschließende Ballade, die McKinnon im Duett mit Sierra Kusterbeck von Versa Emerge singt, ist absolut gelungen. Mit "Homesick" haben A Day To Remember das Zeug sich an die Spitze der Screamo Szene zu katapultieren. Starke Platte. (rg)




