Bridge To Solace - Where Nightmares And Dreams Unite
Bridge TO Solace aus Budapest sind wohl ohne Zweifel eine der heißesten europäischen Metalcore Bands. Mit ihrem phänomenalen Debüt „Of Bitterness And Hope“ sowie zahlreichen Touren u.a. mit Undying konnten sich die ehemaligen Mitglieder von Newborn diesen Ruf erspielen. Mit „Where Nightmares And Dreams Unite“ legt die Band nun ihr zweites Album vor. Gleich nach dem ersten Durchlauf ist klar, die melodische Komponente wurde zurück geschraubt. Bridge To Solace hauen heute deutlich heftiger drauf. Zwar bewegen sie sich stilistisch noch immer in der Grauzone von Hardcore und melodischem Göteborg Death-Metal, melodischer Gesang, den es auf dem Vorgänger noch ab und zu gab, wurde komplett aus den Songs gestrichen. Stattdessen grunzt Shouter Zoltan nun auch gern mal ins Mikro. Dazu gibt es wieder reichlich Crewshouts und auch in Sachen Gitarrenmelodien ist alles im grünen Bereich sowohl was Häufigkeit als auch Filigranität angeht. Die Song bewegen sich allesamt am oberen Ende der Qualitätsskala und gehen bereits nach wenigen Durchläufen gut ins Ohr. Trotzdem muss gesagt sein, dass das neue Album nicht ganz auf Augenhöhe mit dem Vorgänger steht. Es scheint als habe die Band ein Stückchen ihrer Eigenständigkeit aufgegeben und sich der Masse angenährt. Zwar stecken Bridge To Solace noch immer den Großteil des Genres locker in die Tasche, leichte Enttäuschung kann ich jedoch nicht verbergen. Wer auf Bands wie Shai Hulud, Unearth oder As I Lay Dying steht kann sich das Teil aber getrost zulegen. (rg)




