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    Sick Of It All / Rise Against / Waterdown / Ensign /

    14.05.2002, Lindau, Vaudeville

    Als erste Band standen Ensign auf den Brettern.Ihr Old School erweitert mit Melodie Hardcore schien dann auch schon einigen im Puplikum zu gefallen, aber die Mehrzahl
    der Anwesenden beschränkte sich aufs Rumstehen.Die Band machte einen sympathischen Eindruck, spielte sich durch die Hits der letzten zwei Alben, aber mich liess die ganze Sache so ziemlich kalt. Band Nummer zwei waren die Osnarbrücker Emo-Hoffnungsträger Waterdown die ja auch schon dank Victory Records in Übersee touren durften. Los gings mit "Impress Me" , ihrem Kommentar zur Hardcore - Lage der Nation. Die Band hüpfte und rannte kreuz und quer über die Bühne und gab eine Mischung aus harten Songs für das Pogovolk und "Emo"Schnulzen wie "June" und "Sometimes"für die Mädels zum besten, Aber hinterliess dabei einen etwas unausgegorenen
    Eindruck. Ok, das lässt sich auch teilweise auf den Mischer schieben, der den Gesamtsound ordentlich verpanscht und auch für diverse Microphon - Ausfälle gesorgt hat, aber sieht man da mal drüber hinweg bleibt trotzdem ein leicht säuerlicher Nachgeschmack. Na ja Schwamm drüber, jeder hat mal einen schlechten Tag. Egal. Egal waren mir auch Rise Against , deswegen bin Ich während ihres Auftritts erstmal shoppen( for the crew) gegangen. Von der Band kann ich eigentlich nur sagen das sie aus Mitgliedern von 88 Finger Louie besteht und sich irgendwie Good Riddance meets Old Schoolmässig anhört.

    Dann waren endlich Sick of it All an der Reihe, und Sie kammen, sahen , und siegten. Meine Fresse, S.O.I.A. live sind eigentlich immer eine Offenbarung. Und das noch
    in dem Alter. Ich mein, was der Gittarist mit seinen 30 Jährchen da für Moves hinlegt ohne sich zu verspielen, da können sich einige Jungspund - Bands mit ihrem Altersheim - Stageacting einige Scheiben abschneiden. Die Band machte einen höllen Druck und rockten die Hits ihrer sämtlichen Alben herunter, natürlich inklusive "Bulit to Last", "we stand alone" und "Sanctuary". Und wieder mal flogen unzählige Eierköpfe mit Korn T-Shirts nach langer Hampelei auf der Bühne beim Diven auf die Fresse , und im Riesen Mosh Pit gingen Brillen, Kiefer und Schädel zu Bruch. Frontmann Lou Koller klopfte lustige Sprüche und spielte mit dem Puplikum Spielchen wie "Graben frei in der Mitte und alles rennt ineinander" oder ähnliches. Nach c.a. 2(?) Stunden und Zugabe war dann auch Schluss, die Temperatur im Club lag bei 40° und die versammelte Gemeinde plünderte den Merchandising Stand.

    Fazit: Sick of it All gelten halt nun mal die grösste Hardcore Band der Welt, und nach diesem Abend kann Ich eigentlich nur mal wieder sagen absolut zu Recht.

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