SOPHIA - People are like Seasons Label:
Robin Proper-Sheppard veröffentlichte mit zwei Freunden Mitte der 90er unter dem Namen The God Machine zwei wegweisende Alben, die den Art-Rock von Bands wie z.B. Tool überhaupt erst möglich gemacht haben. Tragischerweise starb einer der drei kurz nach den Aufnahmen zum zweiten Album an den Folgen eines Gehirntumors, was auch den Tod von The God Machine bedeutete. In der Folge veröffentlichte Robin unter dem Namen Sophia auf seinem eigenen Label zwei mehr als herzzerreißende Alben (1996: „Fixed Water“, 1998: „The infinite Circle“) voller Atmosphäre und Emotionen. Und obwohl er keine große Plattenfirma im Rücken hatte, verkaufte er sogar mehr CDs als The God Machine und spielte u.a. in Heidenheim zwei sehr ergreifende und bezaubernde Konzerte. Seither erschien ein gelungenes Live-Album, ein eher abseitiges Projekt unter dem Namen The May Queens und als erstes Geschenk 2004 nun das neue Album. Und es ist erneut ein sehr gutes Album! Da der Maestro aber wohl die allergrößten Probleme in seinem Leben aus dem Weg geräumt hat, ist es über weite Strecken auch leider nicht mehr so melancholisch geraten. Auch wird oft der bekannte akustische Weg verlassen und mit anderen Mitteln arrangiert, beim 5. Song „Darkness“ geht mir das mit verzerrtem Gesang und beinahe industrial-artigen Effekten schon fast zu weit... (tj)




