Sophia - Technology Won´t Save Us
Mit dem Vorgängeralbum „People Are Like Seasons“ hatte Robin Proper-Sheppard der Farbpalette, mittels der seine Songs entstehen, überraschend ein paar fröhlichere Farbtupfer hinzugefügt und so war die Frage natürlich ob diese Stimmungsverschiebung weitergeführt werden würde. Dem ist nicht so, aber auch auf dem neuen Album gibt es wieder ähnlich viele verschiedene Aspekte, nur ist es diesmal irgendwie harmonischer gelungen. Los geht´s mit einem vierminütigen, instrumentalen Introtrack, der schon viele Trademarks des musikalischen Schaffens Proper-Sheppards beinhaltet. Anfangs ist der nämlich einfach nur melancholisch schön, mit nur einer Akustikgitarre, bevor dann immer mehr Instrumente hinzukommen, Klarinette, Oboe, später auch Pauken und Streicher – und der anfangs sonnige Himmel zieht immer mehr zu, bis es gegen Ende wirklich beängstigend düster wird und die See hohe Wellen schlägt; quasi die Vertonung des Covers. Und als Kontrast zum eben fast erlebten Ertrinken gibt´s mit dem darauf folgenden „Pace“ wieder etwas Sonne ins Gemüt, mit Uptempo und Programming ist das im Sophia-Kosmos schon fast fröhlich zu nennen. Wer mit dem letzten Album befürchtet hat, dass der Meister fröhlicher werden würde, kann sich „Technology Won´t Save Us” beruhigt neben die anderen großartigen Sophia-Alben ins Regal stellen. Das Album gibt es wohl auch in einer limitierten Doppel-CD-Version mit Buch (!), und das passt ja dann ideal zur Jahreszeit: bei stürmischem Wetter daheim eine große Platte hören, wahlweise ne Tasse Tee oder ein Gläschen schweren Roten und dazu noch ein Buch lesen! (tj)




