Davidian - Abuse of Power
Beim ersten Hören fällt im Vergleich zum letzten Release „...in Pain“ von 2000 sofort der stark verbesserte Sound auf. Aufgenommen wurde über das letzte Jahr im Leder-Fabrik-Studio in Enzberg. Überhaupt ist „Abuse of Power“ ein „rundes“ Album geworden, mit zehn Tracks ein vollwertiger Longplayer, der Sound ist wie gesagt mehr als amtlich, die Gestaltung ist sehr gelungen und passt zur Musik – oft sparen die Bands ja an der Verpackung und vergessen die alte „Das Auge isst mit“-Weisheit. Nicht 100%ig gelungen ist die Integration des Gesangs von Chris Prendergast in den Gesamtsound, er wirkt oft etwas über der Musik schwebend. Der Fünfer hat sich dem Thrash-Metal (mit zwei h!) der alten Schule verschrieben, klingt dabei jedoch keinesfalls altbacken, sondern verarbeitet diese Wurzeln sehr versiert zu einer zeitgemäßen Version. Wer jetzt neugierig geworden ist, sollte sich unbedingt auf der Homepage der Band (www.davidian.de) informieren, wo er die Jungs mal live erleben kann, denn da ist fürs laufende Jahr schon wieder einiges geplant und die Kreise werden mittlerweile auch immer weiter gezogen (Auftritte in Köln, Aachen, Wuppertal usw.)! Lange nicht mehr eine so überzeugende Thrash-Eigenproduktion gehört! (tj)




