Forest Stream - The Crown Of Winter
Von der Band hatte ich bis vor kurzem noch nie gehört und das ist an sich auch kein Wunder, denn ich kenn an sich gar keine russischen Bands. Den Namen und den Sound von Forest Stream werde ich mir aber auf jeden Fall merken! An sich war ja klar, dass da zumindest was Ordentliches drin sein wird, wenn schon Candlelight draufsteht, aber Vorsicht ist ja bekanntlich die Mutter der Porzellankiste… Los geht’s mit einem zweiminütigen, atmosphärischen Intro, bevor dann an zweiter Stelle gleich der Titletrack mit fast 12 Minuten zu Buche schlägt – wobei die Länge überhaupt nicht negativ ins Gewicht fällt und keiner der folgenden Songs wird unter der acht Minuten Marke bleiben. Die Russen überraschen mit traurig-schleppender Musik, in der das Klavier/Keyboard auch immer klar zu hören ist und alle Beteiligten hörbar wissen was sie tun – so arbeiten z.B. die beiden Gitarristen herrlich zusammen und das Keyboard verirrt sich auch nie in dudlige Regionen. Dazu punktet der meist klare Gesang von Somm (gegen später kommen dann auch Growls ins Spiel und manchmal touchiert man gar Black Metal-Terrain!) und die Mischung aus epischer Verträumtheit und Brachialität, denn man bewegt sich auch keinesfalls immer nur in schleppenden Doom-Regionen, sondern sorgt mit der ein oder anderen Uptempo-Attacke gekonnt für Abwechslung. Dazu kommt ein Coverartwork, dass die Musik, ihre Stimmung und den Albumtitel optimal umsetzt – unbedingt der Band eine Chance geben! (tj)




