Eisbrecher - Sünde
Ex-Megaherz und jetzt auch schon wieder ein paar Jahre Eisbrecher-Sänger Alexander Wesselsky scheint wirklich an der NDH zu hängen. Nachdem der riesige Trend längst vergangen ist und sich viele Bands auch wieder vom Stil abgewendet haben, sind neben den zwei großen Bands Rammstein und Oomph! nur noch eine Handvoll beharrlicher kleinerer Acts verblieben. Da das Genre aber nicht gerade viele Facetten birgt und sich Eisbrecher auch nicht gerade bemühen diese Grenzen zu sprengen, klingen die sündigen Song ihres neuen Albums auch oft nach den verbliebenen zwei Großen. Im direkten Vergleich tendieren sie eine Spur mehr in Richtung EBM, aber es dominieren deutlich die fetten Riffs und schlüpfrigen Texte. Schon der Opener bzw. die erste Single "Kann denn Liebe Sünde sein?" hat Hitqualitäten und dürfte mühelos Tanzflächen füllen. Neben einigen wenigen Tracks wie beispielsweise "1000 Flammen" die eher als Ausfall zu Buche schlagen, überwiegen mit dem eingängigen "Komm süßer Tod", den eher getragenen "Heilig" und vor allem "Zu Sterben" und "This Is Deutsch" die gelungenen Songs. Originell ist das Material natürlich kaum, aber wer auf den Sound steht, macht mit dem Album nichts falsch. Bei letzterem kokettieren sie zudem kurz augenzwinkernd mit einer Trio-Referenz. Das reguläre Album ist mit 55 Minuten schon respektabel lang, in der Deluxe Edition sind sogar noch drei weitere Tracks (jeweils Remixe) an Bord. (tj)




