Eisbrecher - Antikörper
Ja is denn schon wieder Weih... ähhh Eiszeit? Wenns nach den beiden Ex-Megaherzern Alex Wesselsky (Gesang) und Noel Pix (Gitarre, Programming) geht auf jeden Fall. Beim Vorgänger standen die Gitarren etwas mehr im Vordergrund, auf „Antikörper“ drängt sich Programming und Elektronik mehr nach Vorne, was in der Düsterszene sicher begrüßt werden dürfte, sind dort Gitarren doch nicht gar so elementar. Stimmlich ist das streckenweise (z.B. bei der sehr eingängigen und gelungenen Nummer „Ohne Dich“) schon fast unverschämt nah an Oomph! dran. Fronter Wesselsky wechselt zwischen eindringlichem Sprechgesangspassagen und gefühlvollen Melodiebögen und mit dem weiter hinten plazierten „Kein Mitleid“ gibt´s sogar eine richtig heftige Nummer, die textlich auch etwas derber ist. Ab und an blitzen auch mal unüblichere Momente a la Fronline Assembly auf, über weite Strecken orientiert sich die Band aber zu sehr am Gusto der Szene, wirkt streckenweise beliebig und zitiert hier und da sogar Depeche Mode. Auf jeden Fall ein interessantes Album, aber wohl am ehesten für Fans der Düsterszene. (tj)




