Brainstorm - Downburst
Die beiden Vorgänger "Soul Temptation" (2003) und "Liquid Monster" (2005) schlugen in fast ein und dieselbe Kerbe, wurden in Kritikerkreisen ob der fehlenden Entwicklung dann auch schon fast als kreative Stagnation gesehen. Das mag zu einem gewissen Teil auch daran gelegen haben, dass beide Alben von Achim Köhler produziert wurden und sich somit quasi ähneln müssen. Die Heidenheimer haben sich für "Downburst" dann mittels anderen Produzenten auch konsequent neues Blut ins Boot geholt und das scheint doch genau die richtige Entscheidung gewesen zu sein, denn die zehn Songs formieren sich zu einer fetten Power Metal-Granate. Im Vordergrund steht nach wie vor kraftvolles Riffing a la Judas Priest, treibende Doublebass-Walzen und der charismatische Gesang von Andy B. Franck, im Hintergrund schleicht sich aber nicht nur einmal ein Orchester ein und bringt ein sinfonisches Lüftchen ins Spiel. Die erste Auskopplung "Fire Walk With Me" schoss in Ungarn tatsächlich auf Platz 1 der Charts und für Genrefans ist das bei weitem nicht der einzige Hit auf dem Album, "End In Sorrow" etwa zeigt die Band mit echten Streichern und akustischen Gitarren sehr vielseitig und die härteren Songs sind fast schon Nevermore-like. Tracks wie beispielsweise "Frozen" sind aber nicht gar so stark und das Coverartwork erinnert doch sehr an den Videospielkracher "Assassins Creed". (tj)




