Hutchinson - The Antidote
Nico Kozik wurde in der Vergangenheit schon mal als "... die wahrscheinlich stärkste Rockröhre Deutschlands" (Zitat Visions) bezeichnet, war in der Vergangenheit schon sehr umtriebig und u.a. bei Payola und den Sissies aktiv und auch für sein Projekt Hutchinson gabs aus dem Stand Applaus für das 2006er Debut "Bogey Down Babylon". Das war über weite Strecken auch recht gut, hatte aber auch durchaus so seine zweifelhaften Momente. Statt erneut fast 20 Titel aufs Album zu packen hat man sich diesmal für ein homogeneres Dutzend entschieden. Homogener deswegen, weil man sich die "experimentelleren" Sachen wie beispielsweise Beats und Raps diesmal gespart hat. Dadurch wird aber nur noch offensichtlicher, was auch dem Debut schon deutlich anzuhören war: diese Band würde es ohne QOTSA bzw. die Person Josh Homme so nicht geben. Man hört hier also nichts neues, das war und ist wohl aber auch nicht die Motivation hinter Hutchinson. Denn was sie machen, machen sie sehr gut, "The Antidote" überzeugt fast auf ganzer Linie, ist abwechslungsreich, alles andere als langweilig und kann es im direkten Vergleich auch locker mit den letzten beiden QOTSA-Alben aufnehmen. Ein Teil des Lobes geht auch aufs Konto von Gregor Henning, den man am ehesten von Die Sterne kennt, der hat Hutchinson auf jeden Fall den perfekten Sound auf den Klangleib geschneidert. (tj)




