Hutchinson - Bogey Down Babylon
Nico Kozik, den man vielleicht noch von Payola oder den Sissies kennt, prägt diese Band. Mit seinem Gesang und seinem Gitarrenspiel drückt er ihr den charakteristischen Stempel auf und erinnert über weite Strecken ganz ungeniert an die Queens Of The Stone Age. Und das versuchen viele andere Bands ja ohne Erfolg, ist hier also schon mal als Kompliment gemeint. Auch sehr cool das nur mit Akustikgitarre und wenig Bassakzenten glänzende „In The Mirror“. Wo viel Licht ist, hats leider oft auch Schatten, denn an anderer Stelle scheitere die Band dann auch kläglich. Ohne groß aufs wirklich außerordentlich hässliche Cover einzugehen, was die Band bei „This Sparrow Sets The Rules In The Eagle´s Nest“ geritten hat, wird wohl auch auf immer verborgen bleiben. Die Nummer erinnert mit den Beats und gerappten Passagen jedenfalls am ehesten an einen missglückten Beastie Boys-Cover-Versuch. Falls das witzig gemeint war, dann das nächste Mal bitte mit einem entsprechenden Hinweis versehen oder gleich als Hidden Track irgendwo verstecken... Auch ein weiterer Track, der es mit programmierten Beats versucht scheitert, wobei das hier eher am doch recht schrägen Gesang liegt. Der erstaunlich weit hinten platzierte Titeltrack weiss dann aber wieder sehr zu gefallen und so bleibt unterm Strich ein etwas zwiespältiger Eindruck, das Album hat starke und gelungene Momente, bemüht sich um Abwechslung, scheitert aber wie bereits beschrieben auch an ein oder anderer Stelle. Warum man sich die eher grenzwertigen Tracks bei immerhin 19 Titeln im Sinne eines homogeneren Albums nicht einfach gespart hat? Gute Frage! (tj)




