Fu Manchu - We Must Obey
Scott Hill und seine Crew legen mit „We Must Obey“ tatsächlich Album Nummero zehn vor! Respekt, das schaffen wahrlich nicht viele Bands in ihrer Karriere, erst recht nicht in einem Genre wie dem Stoner Rock, das ja nun nicht gerade im Zentrum der Massenaufmerksamkeit steht und Millionen Euro umsetzt. Und nachdem die beiden letzten Alben vielleicht nicht ganz so überragend waren, ist „We Must Obey“ wieder eine hochqualitative Stoner Doom-Fräse, schön rauh und rotzig produziert und nicht so glattgebügelt wie die Vorgänger. Manch einer wird sich fragen, was hier der Verweis auf Doom soll, da man die Band allgemein wohl eher unter Stoner Rock einordnen würde, es hat aber mehrere Titel auf dem Album, die (wenigstens teilweise) ganz schön doomig daher kommen (u.a. „Let Me Out“) und überhaupt wird man oft an Acts wie Corrosion Of Conformity und die Paten der Szene, Black Sabbath, erinnert. Mit 36 Minuten Gesamtspielzeit sind die Songs meist in der Drei-Minuten-Region angesiedelt, nur das abschließende „Sensei vs. Sensei“ fällt da mit fast fünf Minuten deutlich aus dem Rahmen. Der Song ist für mich auch eines der Highlights auf dem Album, weil er eben etwas Abwechslung reinbringt, im Rahmen des sonstigen Bandradius schon fast experimentell ist und dramatischer aufgebaut ist und eben nicht gleich in die Vollen geht. Auf der limitierten Version gibts mit „Never Again“ sogar einen Song mehr und im Mai wird in Europa getourt (Dates gibt’s unter Termine). (tj)




