Starkweather - Croatoan
Das Info spricht vom großen Einfluss Starkweathers auf einige große Metal/Hardcorebands (u.a. wohl Killswitch Engage), ich hab aber bisher noch nie etwas von ihnen gehört, das Cover von Paul Romano (u.a. auch für Mastodon und Maroon tätig gewesen) ist aber schon mal eine gute Empfehlung. Musikalisch ist das schwer in Worte zu fassen, derber Core mit Elementen aus Death und Doom, mit beinah gegrowlten und gerne auch mal gekreischten Vocals, aber auch immer für ne Überraschung gut, nach zwei Dritteln von „Slither“ wird plötzlich glockenklar gesungen und bei späteren Songs erklingt auch immer wieder mal Frauengesang. Songlängen von meist über sechs Minuten deuten auch nicht gerade in Richtung eingängiger Threechord-Smashern. Musikalisch haben die Herren einiges auf dem Kasten, da wird schon mal etwas vertrackter vorgegangen oder auch mal etwas gefrickelt, vieles geht aber auch einfach im Krachwust unter, bei „Vespertilian“ dudelt der Basser wohl im Hintergrund das Griffbrett rauf und runter, das meiste davon geht aber im Gesamtsound verloren, da war Pierre Remillard (u.a. auch schon für Cryptopsy an den Reglern) vielleicht nicht die ideale Wahl. Das klingt zwar alles ultrabrachial und fies, es fehlt aber stellenweise einfach die Transparenz. Die Band aus Philadelphia ist bereits seit 1990 aktiv und hat es in der Zeit gerade mal auf zwei Alben, aber auch diverse Singles und Compilation-Beiträge gebracht. Bei „Croaton“ haben zudem Gäste von The Dillinger Escape Plan und The Promise mitgewirkt. Obwohl ich derartiger Musik gegenüber prinzipiell aufgeschlossen bin, klickt es hier selbst nach mehrmaligem Hören nicht wirklich und unterm Strich bleibt ein eher anstrengender Eindruck zurück. (tj)




