Presence Of Mind - To Set it On The Light
An sich ja völlig egal, aber doch etwas ungewöhnlich, hier handelt es sich tatsächlich um eine All-Girl-Emo-Band und ja, sie haben tatsächlich alle schwarze Haare UND nen Seitenscheitel! Aber jetzt mal weg von Äußerlichkeiten, das ist ja ein Musikmagazin. Und die Musik der Ladies weiss wirklich zu überzeugen. Im Zentrum steht der ausdrucksstarke Gesang von Sara, die den Songs ganz klar ihren Stempel aufdrückt. Süße Melodylines, aber auch kraftvoller Gesang werden oft mit fiesem Geschrei garniert und schon der zweite Song „Complete Again“ ist ein richtiger Hit, wenn Sara da im Refrain „...just want this cut stop bleeding“ singt, dann nimmt man ihr das voll ab. Die Band und Produzent Gary Nagy geben sich redlich Mühe Abwechslung in die dreizehn Songs zu bringen, Piano hier, Effekte (auch auf den Vocals) da, das hat schon was, wenn es auch manchmal etwas daneben geht (die Streicher und der Kinderchor (!) bei „“No Need To Entertain“ sind dann doch etwas zu viel des Guten). Überraschend auch der fast schon radiotaugliche aber durchaus sehr gelungene Song “Finding Home“. Das Info ist nicht gerade ausführlich, der Thanxlist kann man aber entnehmen, dass die Band wohl schon mindestens fünf Jahre aktiv ist. Unterm Strich oft ein bisschen wie (alte!) Waterdown, nur eben mit weiblicher Crew und leider im nicht ganz so druckvollen Soundgewand, da ist also noch etwas Luft nach oben. Ich hab irgendwie das Gefühl, dass der Produzent die Band nicht ganz verstanden hat und vielleicht wo anders hin wollte, als die Band selbst. Die ist dieser Tage auf jeden Fall fleissig am Touren, und zwar nicht nur in der Heimat sondern u.a. auch in Kroatien, Bosnien, Österreich und England! Details unter www.presenceofmind.de Ach ja, als Bonus gibt´s auf dem Album auch noch das Video zum Track „Turn The Page“. (tj)




