Gracer - Voices Travel
Zunächst fällt gleich mal das ungewöhnlich aber dennoch sehr gelungenen Artwork auf. Die filigranen Blumenranken passen dann auch sehr gut zum Sound des Trios, das Äquivalent zur düster-bedrohlichen Fabrik im Hintergrund suche ich noch... Hinter Gracer stecken die New Yorker Justin Williams, Chris Enriquez und Ryan Mahon und wer auf diesem Album Metal, Aggression oder ähnliches sucht, ist definitiv im falschen Film. Ich mag das Album, es ist einfach schön und man kann es prima zum Runterkommen, Träumen und meinetwegen entspannten Autofahren hören, der Sound ist in etwa mit den ruhigen Tracks auf der letzten Thrice-CD zu vergleichen. Selbst nach mehrmaligem Hören könnte ich aber keine Passagen wiedergeben, ich schalte nach kürzester Zeit auf eine Art „Entspannungszustand“ um, der es mir unmöglich macht, die Songs bewusst zu hören oder sonderlich zu analysieren. Zehn Songs sind auf „Voices Travel“, nach einer Dreiviertelstunde ist das Album dann leider auch schon vorbei, aber der letzte, fast siebenminütige Song „The Night Song“ entlässt einen wunderbar melancholisch-schwelgend, zunächst mit viel Piano, verhaltenem Schlagzeug und angedeuteten Streichern, bevor er dann zur Mitte hin emotional aufgeht und kurz aufdreht zeugt er von meisterhaften Arrangement.-Künsten der drei Musiker. (tj)




