Gracer - Voices Travel
Bei dem Trio Gracer haben unter anderem Mitglieder von On The Might Of Princess ein neues kreatives Zuhause gefunden. Von dem turbulenten Post-Hardcore dieser Band sind Gracer jedoch ziemlich weit entfernt. Viel treffender ist da der Vergleich zu den verblichenen Emo bzw. Art-Rock Göttern Elliot, deren Mastermind Kevin Ratterman interessanterweise dieses Album produziert hat. Gracer konstruieren zerbrechliche und verträumte Rocksongs die die Seele berühren und zum abdriften in die Tiefen der Seele einladen. Mal sind ihre Arrangements eher etwas abgespact, dann wieder sehr bodenständig. Immer jedoch ergreifend und vor allem wunderschön. Die Songs auf „Voices Travel“ verfügen über deutlich mehr Tiefgang als das meiste was heutzutage so als Emo verkauft wird. Statt sich in zu verkopften und komplexen Songstrukturen zu verfangen halten Gracer stets an einem roten Faden fest, lassen es aber durchaus zu, auch mal den ausgeschmückten Umweg zu gehen und in Soundorgien zu schwelgen. Mit dem Quasi-Titeltrack „One Thousand Souls“ hat die Band gar einen echten Ohrwurm am Start. Piano, Keyboards und Streicher finden im Gracer Sound ganz natürlich ihren Platz. Gracer hat durchaus das Zeug dazu die von Elliot hinterlassene Leere zu füllen. Man darf hoffen, dass von dieser Band noch weitere großartige Platten dieser Art kommen. (rg)




