Scars Of Tomorrow - The Horror Of Realization
Scars Of Tomorrow veröffentlichen mit The Horror Of Realization bereits ihr viertes Album. Die Band hat es geschafft sich über die Jahre einen eigenen Stil anzueignen, der zwar eindeutig als Metalcore identifiziert werden kann, jedoch deutlich von dem stumpfen 0815-Geballer abweicht was Genrekollegen so auftischen. Scars Of Tomorrow haben ihre Wurzeln weniger im schwedischen melodic Death Metal als viel mehr bei Bands wie Pantera oder Machine Head. Darüber hinaus, verstehen es die Jungs außerordentlich gut melodische Elemente in die Songs einzubauen ohne auf die abgegriffenen Pop-Refrains zurück zu greifen. Überhaupt setzt Sänger Mike seine melodische Stimme recht selten ein. Die große Stärke der Band ist ihre Ideenvielfalt. Die Jungs haben wirklich originelle Riff- und Songideen von denen sich andere getrost eine Scheibe abschneiden können. Dazu kommt die Experimentierfreude der Band. So finden sich neben fetten Metalcore-Brettern düstere Einschübe wie „Ssnova“ womit die Band an die ruhigen Momente von Converge erinnert. Auch in Punkto Energie machen Scars Of Tomorrow keine Gefangenen. Verglichen mit den Vorgängeralben, wirkt „The Horror Of Realization“ ein gutes Stück ausgereifter und die Band erscheint stilistisch gefestigter. Atreyu Sänger Alex gibt bei „The Hidden Grudge“ ein Gastspiel. Die Produktion knallt ebenfalls amtlich. So bleiben im Grunde keine Wünsche offen. Scars Of Tomorrow haben wieder eine gelungene Scheibe abgeliefert. (rg)




