Scars Of Tomorrow - The Failure Of Drowning
Untätigkeit kann man Scars Of Tomorrow definitive nicht vorwerfen. Mit dem neuen Album „The Failure Of Drowning“ erscheint das dritte Werk seitdem die Band 2004 bei Victory Records unterschrieben hat. Auch in musikalischern Hinsicht hat sich die Band konstant entwickelt. Gestartet hat die Band als Bastard aus Metal- und Chaoscore mit nur latenten melodischen Elementen. Auf dem neuen Album ist von Chaoscore nicht mehr viel zu hören und die melodischen Parts fallen inzwischen stark ins Gewicht. Die Songs sind inzwischen von recht simplem Metalcore-Riffing amerikanischer Prägung dominiert. Das gepresste Shouting von Frontmann Mike wird auffällig oft von melodischem Gesang abgewechselt. Dieser tritt wesentlich öfter als bisher in Erscheinung, jedoch noch immer deutlich seltener als bei den meisten Genrebands. Oft genug aber um einige Songs immerhin maßgeblich zu prägen. Diese Komponente steht der Band recht gut zu Gesichte, da sie es mit den anderen Elementen oft nicht mehr schaffen wirklich zu überzeugen. Die Band wartet zwar noch immer mit coolen Riffideen und Arrangements auf, schafft es aber oft nicht sich vom typischen Metalcore Einheits-Moshgroove loszureißen. Auf „The Failure Of Drowning“ versammeln sich zwar noch immer einige coole Songs, vom großen Wurf ist die Band jedoch weiter entfernt als jemals zuvor. Angesichts der Tatsache, dass die früheren Alben der Band auf wirklich stark waren, eine recht bittere Pille. (rg)




