Strapping Young Lad - Alien
Strapping Young Lad, die Band um Tausendsassa Devin Townsend und Drum-Maschine Gene Hoglan (ex-Dark Angel, ex-Death, ex-Testament) veröffentlichen mit „Alien“ ihr nunmehr viertes Studioalbum. Um ehrlich zu sein kenne ich von der Band lediglich das Debüt aus dem Jahr 1995 und habe alle Platten seither, insbesondere das von allen Seiten hoch gelobte „City“, verpennt. Daher ist der Sprung für mich relativ groß. Doch die Grundkonzepte sind ähnlich geblieben, moderne Metalsounds treffen auf episch angelegte elektronische Elemente. Der Sound von SYL ist dabei wesentlich brutaler als der von Townsends anderen Projekten. So schreckt SYL vom Einsatz von Blastbeats nicht zurück und der Meister schreit und grunzt amtlich, setzt aber auch immer wieder seine Gesangsstimme ein. Die Songs sind meist recht hymnisch angelegt aber von wilden Breaks durchzogen, was für eine „schizophrene“ Stimmung sorgt. Die Arrangements bewegen sich nahe am Wahnsinn. „Alien“ ist ein interessantes weil eigenständiges und ungewöhnliches Album, das sicherlich einige Höhepunkte beinhaltet. Insgesamt ist es jedoch sehr anstrengend und nur wenige Stellen sind wirklich markant. Das führt dazu, dass die Scheibe nicht gerade mit hoher Langzeitmotivation gesegnet ist. Townsend Fans werden jedoch sicherlich auf ihre Kosten kommen, mich haut die Platte jedoch nicht völlig vom Hocker. (rg)




