Six Feet Under - Death Rituals
Six Feet Under sind ohne Zweifel inzwischen echte Death Metal Legenden. Die Band um ex-Cannibal Corpse Shouter Chris Barnes veröffentlicht mit dem vorliegenden Output "Death Rituals" bereits ihr achtes Album. Mit ihrem Debüt oder Killer Alben wie "Maximum Violence" oder "Bringer Of Blood" haben sie echte Meilensteine des Genres geschaffen. Leider ist in jüngster Vergangenheit eine gewisse Stagnation zu beobachten. Die Alben "13", "Commandment" waren zwar absolut solide, blieben aber hinter den zugegeben hohen Erwartungen zurück. Ähnlich verhält es sich auch mit dem vorliegenden Album. Zwar bekommt man ohne Zweifel hochwertigen Death Metal geboten, echte Hits und die Aha-Effekte sind aber rar gesät. "Death Rituals" beginnt recht untypisch für die Band mit einem ruhigen Intro. Danach regiert der typische Six Feet Under Todesgroove. Minimalistische, tonnenschwere Riffs, die ihren Ursprung klar in traditionellem Rock haben, versetzen dem Hörer einen Schlag in die Magengrube. Die Drums treiben das Ganze beständig an. Die ultratiefen Grunts von Barnes sind ebenso ein Markenzeichen der Band wie seine fiesen Pigsquels und kommen natürlich auch hier nicht zu kurz. Für Six Feet Under Verhältnisse fällt mir eine erhöhte Dichte von Gitarrensolos auf. "Seed Of Filth" glänzt mit sehr griffigen, minimalistischen Riffs und ist der Hit der Platte. Dass die Band immer für eine gelungene Coverversion zu haben ist, beweisen sie einmal mehr mit dem Motley Crue Song "Bastard". Ansonsten sind wirklich großartige Momente eher selten. Irgendwie kommt es mir so vor, als hätte die Truppe die Handbremse angezogen. Wie gesagt, das alles ist meckern auf hohem Niveau. Six Feet Under sind einzigartig und Fans sollten sich auch dieses Album nicht entgehen lassen. In die Death-Metal Geschichte wird die Platte aber eher nicht eingehen. (rg)




