Blackout Argument - Munich Valor
Bereits im Sommer letzten Jahres habe ich dieser Band aus München hohes Potential attestiert. Ihr damals auf Engineer Records erschienene EP hatte alles was eine gute Screamo Platte ausmachte. Heftige Momente, coole Melodien und war vor allem glaubhaft. Jetzt legt die Band, die aus ehemaligen Mitgliedern von Paint The Town Red und Flyswatter besteht, ihre zweite EP vor. Sechs neue Songs hat die Band an den Start gebracht und es ist deutlich zu hören, dass die Band als Songwriter noch mal gewachsen ist. Ihren Trademarks ist die Truppe treu geblieben, Hardcore meets Melodie, und das abseits des Emo/Metalcore Trends, sondern jederzeit deutlich als Hardcore zu identifizieren. Trotz relativ gemäßigten metallischen Einflüssen ist die Band ziemlich heftig unterwegs, würzt ihre Songs aber immer mit eingängigen melodischen Refrains. Die Jungs haben an beiden Fronten zugelegt, einerseits erscheinen die harten Momente noch derber, andererseits sind die melodischen noch eingängiger. Die Mischung ist zwar sicher nicht neu und erinnert im Ansatz an frühe Boy Sets Fire, trifft aber zu 100% ins Schwarze. Mit "Reflecting Dialogue" hat die Band gar einen absoluten Hit im Gepäck. Aber auch bei den anderen Tracks kann von schwach keine Rede sein. Auch die Produktion ist sehr kraftvoll und als Gast ist Zoltan Jakab von Bridge To Solace zu hören. Blackout Argument haben mit dieser Scheibe bewiesen, dass sie ohne Zweifel zu den hoffnungsvollsten Nachwuchsbands aus Deutschland zählen. Als nächstes wäre dann mal ein Album fällig. (rg)




