Biffy Clyro - Infinity Land
Beim wahllosen Ansteuern verschiedener Songs dieser CD z.B. im Plattenladen, könnte man sie fast "bloß" für eine weitere gute Alternativerock-CD von der Insel halten. Beim eingehenden Hinhören überrascht die Band aber immer wieder mit hysterischen Schwenks in Form von kreischigem Gesang, rasanten Achterbahnfahrten durch sämtliche Stil-Etagen und einem herrlich eklatanten Defizit an konventionellen Songstrukturen. Dass das im einen Moment und dann auch wieder überhaupt nicht an Oceansize erinnert liegt bestimmt am gleichen Produzenten (Chris Sheldon). Das dritte Album des Glasgower Trios muss man sich durch mehrmaliges, konzentriertes Hören erarbeiten, man wird aber fürstlich dafür entlohnt! Denn mit jedem Hören bleibt hier und da ein Song oder auch nur ein Teil hängen und verfolgt und begleitet einen in den nächsten Tagen. Anspieltips sind "Glitter and Trauma", "My recovery Injection" und "There’s no such Thing as a jaggy Snakeâ€�. (tj)




