Congress - Resurrection
Nachdem es in letzter Zeit um die Belgier recht still geworden war, melden sich CONGRESS 2004 mit ihrem vierten Studioalbum zurück. Mit neuem Sänger und alten Qualitäten gelingt es der H8000 Crew, ihren Status als eine der führenden europäischen Hardcore-Bands wieder zu festigen. Musikalisch beschränkt man sich glücklicherweise auf wenige Experimente (die übrigens fast alle fehlschlagen) und bleibt ansonsten beim gewohnten Riffing, welches sich eindeutig ausgefeilter und wesentlich treibender präsentiert, als auf den Vorgänger-Platten. Allerdings hat man nicht - wie in früheren Zeiten - beide Füße ständig auf dem Gaspedal, sondern setzt sich stattdessen mehr mit rhythmischeren Teilen und richtig fetten Moshparts auseinander. Der neue Shouter wirkt auf Anhieb etwas gewöhnungsbedürftig...nach mehreren Durchläufen hat der Gesang bei mir aber hammermäßig eingeschlagen und gibt dem Album genau das was noch gefehlt hat. Neben ein oder zwei wirklich verkackten Stücken bietet ‚Resurrection’ fast ausschließlich Mördersongs. Dampfwalzen wie der heftige Titelsong, das abgedrehte ’Sin And Punishment’ oder das Riffmonster ’Dogma’ ragen haushoch aus dem europäischen Metal/Hardcore-Mittelmaß heraus! Bis auf wenige Ausnahmen stampft ’Resurrection’ das Auditorium komplett in den Erdboden und ist zweifellos ein würdiger Nachfolger für Alben, mit denen CONGRESS vor Jahren eine neue Stilrichtung begründeten. (cj)




