Pole* - Untitled Symphony Of Self Destruction
Als vor kurzem das Demo der kürzlich wieder gegründeten Pole* in mein Postfach staunte ich nicht schlecht. Jetzt liegt wenig später schon die fertige Full-length auf meinem Tisch. Das ging flott. Doch kaum erklingen die ersten Töne der Platte, kommen mir erste Zweifel ob es sich bei diesen Pole* wirklich um die deutschen Vordenker in Sachen Hardcore handelt. Denn was ich höre klingt mehr nach Stonerrock denn nach Hardcore. Nachdem ich mich vergewissert habe, dass es auch wirklich die echten Pole* sind wird das auch anhand des Sounds klar. Die Band verfolgt weiterhin einen progressiven Ansatz und verarbeitet neben genannten Stoner Einflüssen auch sirrende Noisegitarren, einen gewissen Rock´n Roll Touch und bekanntem Pole* New-School. Das Ergebnis ist verdammt heavy und kommt dabei fast ohne die typischen stampfenden Metalcore Riffs aus. In manchen Riffs glaube einen leichten Flirt mit Black-Metal Stilelementen ausmachen zu können. Die Songs klingen zu jederzeit absolut eigenständig und fesseln nicht zuletzt weil sie eine willkommene Abwechslung zum HC-Einheitsbrei bieten. Sänger Karsten beansprucht seine Stimmbänder ans äußerste und verleiht den Vocals dadurch den nötigen Nachdruck. Die Produktion ist recht gelungen und auch das brutalo Artwork kann sich sehen lassen. Man merkt, dass sich Pole* mit diesem Album wirklich viel Mühe gegeben haben, das Ergebnis kann sich sehen lassen. (rg)




