Hour Of Penance - Sedition
Hour Of Penance aus Rom sind im europäischen Extremmetal Underground keine Unbekannten mehr. Ihr neues, mittlerweile fünftes, Album „Sedition“ erscheint bei der neuen Labelheimat Prosthetic. Stilistisch ist die Band sich treu geblieben und ballert dem Hörer ein sattes Death-Metal Schlachtfest vor den Latz. Dabei sind stilistische Parallelen zu Bands wie Morbid Angel, Nile und Behemoth sehr offensichtlich. Meist pfeilschnell, hochtechnisch, kompromisslos und ultrabrutal gehen die Jungs zu Werke. Dabei geben sich die Musiker keine Blöße. Sie sind technisch über alle Zweifel erhaben und wissen zweifellos, wie man die Nackenmuskulatur der Hörer strapaziert. Das Riffing erinnert sehr an Morbid Angel, wirkt aber keineswegs einfach geklaut. Die Vocals von Frontgrunzer Paolo sind kräftig und auch für die eine oder andere Melodie findet sich immer wieder Platz. So haben die Songs der extremen Brutalität einen recht hohen Wiedererkennungswert. Soweit ist alles im grünen Bereich. Was der Band jedoch fehlt, ist die gute alte Eigenständigkeit. Hour Of Penance machen zwar wenig falsch, man hat aber immer den Eindruck, dass sie den großen Namen des Genres hinterher hecheln anstatt wirklich eigene Akzente zu setzen. Oft hat man den Eindruck, die Songs schon zu kennen und dass sich die Band selbst auch innerhalb der Platte ab und zu wiederholt. „Sedition“ ist allerdings alles andere als ein schwaches Album. Freunde brutalen Metals kommen zweifellos auf ihre Kosten. Ein echtes must-have stellt die Platte aber nicht dar. (rg)




