Malrun - The Empty Frame
Knapp fünfzehn Monate nach der Veröffentlichung ihres durchaus erfolgreichen Debüts „Beauty In Chaos“ legen die Dänen von Malrun mit ihrer zweiten Scheibe „The Empty Frame“ nach. Wieder wurde auf die früchtetragende Zusammenarbeit mit dem erfolgreichen Mann an den Reglern, Jacob Hansen (Volbeat, Mercenary, Fear my thoughts) gesetzt. Dass diese Entscheidung richtig war, hört man an dem klar gemischten Sound, der sich dynamisch und fett über die gesamte Platte verbreitet. Was einem relativ schnell beim Anhören der Scheibe ins Ohr sticht, ist der leicht gesteigerte Härtegrad. Nachdem das Intro „Face Of The Unknown“ die Scheibe gut eingeleitet hat, folgt mit „Shadowborn“ eine Modern Metal Nummer, die mit groovig harter Gitarrenarbeit überzeugen kann. Der ansonsten überwiegende Cleangesang wird mit gut eingebrachten Growls gepaart. Der nächste Song „Moving Into Fear“, welcher auch die erste Singleauskopplung darstellt, schlägt hier in dieselbe Kerbe. Mit „New Blood“ wird die hartrockende Gitarrenfront zwar beibehalten aber etwas im Tempo gebremst, bevor mit „Sink Forever Down“ zum ersten Mal in eine leichte Art der Balladenschublade gegriffen wird. Allerdings gelingt dies ebenfalls gut und wirkt nicht zu kitschig, da das Drumming teilweise doch sehr hart gehalten wird und der Song ein bisschen was Tool-ähnliches an sich hat. Diese Mischung aus atmosphärischem Rock mit hörbaren Metalcore Einflüssen und dem ein oder anderen kleinen melodischen Death Metal Einschub im Wechsel mit alternativen und balladesken Songs habe die Jungs bereits auf ihrem Debüt gut hin bekommen, aber auf der „The Empty Frame“ noch verfeinert. So oder ähnlich zieht sich dieses Schema über die gesamte Scheibe, was meistens sehr abwechslungsreich klingt und nur in den allerwenigsten Fällen zu ausgedehnt wird und dadurch ein kleines bisschen Langweile aufkommen lassen könnte. Wie sich die neuen Sachen live abfeiern lassen, kann Anfang Mai herausgefunden werden. Dann nämlich begeben sich Malrun auf eine Tour in hiesige Gefilde, als Support für die Apokalyptischen Reiter. Aufgrund der guten Leistung auf der neuen Platte habe ich aber keine Bedenken, dass sich ihre Fangemeinde nicht um einigen Zuwachs erfreut.(jh)




