Footgang - Warson Hells
Mit "Paralyzer" haben sie es einem 2010 bewusst schwer gemacht: ein einziger Track, ein riesiger Batzen in den man die Lauscherbeißerchen erst mal ordentlich reinfetzen musste, bis man sich etwas einverleiben konnte, der aber trotzdem – oder gerade deswegen – einen Ehrenplatz im heimischen Regal gefunden hat und auch überregional für Aufsehen sorgte (Demo des Monats in der Visions!). Recht zügig legen die Jagstzeller-Mathcoreler jetzt in Form von " Warson Hells" nach – die cineastische Ader schlug ja bei der Band schon immer deutlich sichtbar unter der fahlen Haut. Mit "Hornviper" wurde ein optimaler Start für den fast 40minütigen Ritt über acht Songs gewählt. Im Kontext der Band ist das nahezu ein eingängiger Song, mit einem griffigen Riff und einer Zeile, die gegen Ende gebetsmühlenartig wiederholt wird: "Noone Can Take Me The Right To Disobey"; eben. Und dabei gibt's dann auch noch Unterstützung aus der regionalen Szene, mit Sebastian Kahnert (A Vancouver Bus Trip) und Michael Heim (Necrotted) gibt’s also gleich die dreifache Kehlenpower. "Alropos" hat mit der Startnummer vier dann starken Stoner-Einschlag und ist vor allem gegen Schluss irgendwie (absichtlich vermute ich) schräg angelegt, klingt als wäre hier so einiges verstimmt und neben dem optimalen, geraden Ton – auch cool. Zu wenig Platz für zu viel Eindrücke hier, Footgang fesseln und bieten mal wieder massig Sachen zum Entdecken. Checkt die Band unbedingt und schaut sie euch live an. (tj)




