Terrortory - The Seed Left Behind
Terrortory aus Schweden bestehen seit nunmehr zwölf Jahren und brauchten fast ebenso lange, um ihr nun vorliegendes erstes Album zu komponieren. In dieser Zeit hätte man sich vielleicht auch einen weniger flachen Bandnamen einfallen lassen können, aber das soll nicht Gegenstand dieses Reviews sein. Terrortory warten mit einem sehr eigentümlichen Stil auf, das muss man ihnen lassen. Der Opener beginnt recht düster, erinnert dann streckenweise an den melodischen Death-Metal von Dark Tranquillity, flirtet mit zahmem Black-Metal und versucht sich dann an einem progressiven Einschlag mit verschrobenen Beats und schräger Gitarrenarbeit. Problem ist, dass trotz der vielen Stilmittel der sieben-minütige Song gähnend langweilig ausgefallen ist. Die Band bleibt auf dem einen nennenswerten Riff hängen, Parts, die dazu gedacht sind Abwechslung zu stiften, passen schlicht nicht zum Rest des Songs und stiften Verwirrung oder sind dilettantisch umgesetzt. Der folgende deutlich kürzere Song „DeReign“, in dem sich auch melodische Vocals einschleichen, langweilt sogar noch mehr. Spätestens beim dritten, über acht minütigem, Track ist dann der strapazierte Geduldsfaden gerissen. Die Band schafft es zu keinem Zeitpunkt, konsistente Songs mit einem roten Faden, Atmosphäre oder wenigstens halbwegs guten Ideen zu schreiben. Alles zieht sich scheinbar endlos oder stößt den Hörer vor den Kopf, wenn mal wieder zwei Parts aneinander gereiht werden, die nicht passen. Insgesamt bekommt man es mit sieben Songs, meist in Überlänge, zu tun. Die Platte komplett durchzuhören ist eine echte Geduldsprüfung. Kann man getrost vergessen. (rg)




