El Caco - Hatred, Love & Diagrams
Norwegen ist sicherlich kein Land, das man mit Wüsten verbindet, wohl aber eines, das für seine aktive Musikszene bekannt ist. So erstaunt es auch kaum, dass El Caco aus Norwegen stammen und handfesten Wüstenrock im Stil von Kyuss und Konsorten spielen. Die Band besteht schon seit über zehn Jahren, hat aber erst jetzt den Sprung zu Indie Recordings und somit einem größeren Publikum geschafft. Das Album beginnt mit dem entspannten „After I´m Gone“, das allerdings immer wieder das erdige aber massive Riffing zeigt. In letzterem spiegelt sich auch der Einfluss von Bands wie Helmet oder Deftones im Sound wieder, der jedoch erst beim genaueren Hinhören offensichtlich wird. Gesanglich wartet Frontmann Øyvind Osa mit einer sehr charismatischen, souligen Rockstimme auf. Nur selten wird dabei wirklich hart geschoutet. „Hatred“ geht dann deutlich straighter und eingängiger zu Werke, während das verspieltere „Autopsy“ wieder geschickt mit Laut/Leise-Dynamik spielt. El Caco geben sich auf ihrem mittlerweile fünften Album sehr abwechslungsreich. Jeder Track offenbart eine andere Seite der Band, trotzdem klingt das Album insgesamt konsistent. Hier und da könnte man sich einen etwas höheren Hit-Faktor wünschen und insbesondere gegen Ende geht dem Album etwas die Puste aus und es schleichen sich auch schwächere Tracks ein. Insgesamt ist „Hatred, Love & Diagrams“ aber ein sehr interessantes Album einer eigenständigen Band. (rg)




