Dead Channels - Soul Pollution
Dead Channels aus Orange County New York gründeten sich 2007 und veröffentlichten seitdem fleißig Demos. Innerstrength Records nahm die Band schließlich unter ihre Fittiche und veröffentlicht nun ihr erstes volles Album „Soul Pollution“. Die Band spielt modernen Post-Hardcore und kann am ehesten als die Schnittmenge aus Every Time I Die und Cancer Bats beschreiben werden. Es gibt klare Wurzeln im Hardcore, man flirtet mit Rock´n Roll, lässt sich aber keinesfalls in irgendeiner Weise limitieren. Man klingt dabei reichlich asozial aber mindestens genauso wütend. Der Band wohnt eine gewisse „mit dem Kopf durch die Wand“-Mentalität inne. Die Songs klingen sehr direkt und spontan. Dennoch sind sie immer kompakt und treffsicher ausgefallen. Das Riffing ist oft sehr kernig. Die Vocals unterstreichen den Every Time I Die Vergleich weiter. Neben turbulenten Songs sind mit „Conversion Syndrome“ und „Soul Pollution“ gleich zwei Instrumentals auf dem Album, die es deutlich ruhiger und atmosphärischer angehen lassen. „Private Lives“ wartet mit Akustikgitarre, melodischem Gitarrensolo und einer Spielzeit von über sieben Minuten auf. Dead Channels geben sich also vielseitig und bei genauer Betrachtung sind viele der so spontan wirkenden Momente deutlich durchdachter als es scheint. Nicht nur darum ist „Soul Pollution“ ein interessantes Album geworden. Wer auf die oben genannten Bands steht, sollte Dead Channels unbedingt ein Ohr leihen. (rg)




