Bastard Peels - Wer das Schlechte nicht ehrt
Bastard Peels aus Wien machen schon seit geraumer Zeit den europäischen Grindcore Underground unsicher. Ihr neues Album erscheint nun bei Unundeux. Darauf enthalten sind 19 Tracks reiner Grindcore-Kost. Kaum ein Song dauert länger als zwei Minuten und das Gaspedal ist fast permanent am Anschlag. So ist in knapp 32 Minuten auch schon alles gesagt. Musikalisch bieten die Bastard Peels recht konzentrierten und abgefuckten Grindcore mit deutlichen Einflüssen aus dem Hause Motörhead und Disfear. Gelegentlich wird aber von dem sehr straighten und simplen Riffing abgewichen und man bekommt recht wilde Frickeleien zu hören. Auch die Produktion ist sehr gut gelungen. Sehr thrashig, aber eben auch gleichzeitig klar und druckvoll. Die Texte sind komplett auf Deutsch gehalten und recht genretypisch, mal politisch, mal persönlich, mal einfach derb. Bastard Peels haben es recht gut verstanden, ihren Songs trotz des hohen Lärmfaktors auch genug Griffigkeit zu verleihen, was der Wiedererkennung sehr gut tut. Songs wie „Streuner“ oder „Wir sind Tot“ bleiben tatsächlich im Ohr hängen. Wird die Geschwindigkeit zur Abwechslung reduziert, ist die Band auch hier mit fetten Grooves Herr der Situation. Der mit über vier Minuten ausgesprochen lange Track „Paedopriester“ kommt übrigens aufgrund eines recht ausufernden Solos auf seine Spielzeit. Es ist also auch immer wieder für musikalische Überraschungen gesorgt. „Wer das Schlechte nicht ehrt“ ist ohne Frage ein echtes Grindcore Highlight. (rg)




