Vildhjarta - Måsstaden
Vildhjarta gründeten sich bereits 2005 in Schweden. Das Trio arbeitete und feilte fast fünf Jahre an seinem Stil. Zunächst kursierten Demos im Internet, bis sich die Band schließlich 2010 auf die Bühnen traute. Century Media hat die vielversprechende Band unter Vertrag genommen und veröffentlicht nun das erste Album. Vildhjarta sind alles andere als leicht verdaulich. Einen großen Einfluss übten sicher Meshuggah auf die Jungs aus, was sich im ausgeprägten Hang zu Dissonanzen und schrägen Rhythmen wiederspiegelt. Damit allein ist die Band aber nicht erklärt, die Songs bilden aus sperrigen Arrangements sowie atmosphärischen Klangausflügen ein ebenso schräges wie forderndes Gesamtbild. Tech-Metal meets Post-Core, mit einem äußerst ruppigen Anstrich. Die Songs sind nur schwer zu durchschauen und sorgen bei den ersten Durchläufen für Kopfschmerzen. Hat man sich dann aber mal auf die Truppe eingelassen, beginnt das Klanguniversum von Vildhjarta so allmählich Sinn zu machen. Die Band ist immer wieder für Überraschungen gut. „Traces“ bietet zum ersten Mal Melodien und Klargesang, während „Phobon Nika“ eine ruhige Verschnaufpause bietet. Die Spieldauer der Tracks deckt von unter einer Minute bis über sieben Minuten alles ab. Einige Tracks sind überraschend kompakt, während andere auch mal ausufern. Was der Platte fehlt, sind die Hits, aber daran darf man sich bei diesem Sound nicht stören. Wer sich gern musikalisch herausfordert, sollte in „Måsstaden“ eine lohnende Herausforderung finden. Man darf gespannt sein, wie sich die Schweden noch entwickeln werden. Das Debüt verspricht jedenfalls viel und macht die Band zu einem heißen Newcomer. (rg)




