Diretone - Diretone
Diretone aus Dänemark haben sich ursprünglich als Threadfin gegründet, nach diversen Änderungen im Lineup aber umbenannt. Das vorliegende Album ist das Debüt der Band. Angesichts ihrer Herkunft und stilistischer Ausrichtung schießt dem Hörer sofort der Name Volbeat durch den Kopf. Wobei die Assoziation bei genauer Betrachtung nur bedingt stimmt. Zwar ist für beide Bands Metallica ein deutlich hörbarer Einfluss, der Hang zum Rock´n Roll und Punk ist bei Diretone allerdings deutlich schwächer ausgeprägt. Stattdessen ist ein gewisser Pantera Einfluss nicht von der Hand zu weisen. Es dominieren der Groove und Thrash Metal im Sound der Truppe. Dabei verstehen sie es in der Tat, sich hauptsächlich die Sahneriffs bei den großen Einflussgebern abzuschauen und recht stimmig in eigene Songs zu stecken. Auch die Vocals orientieren sich stark an James Hetfield – mit einem Touch Südstaaten Rock der Marke Corrosion Of Conformity. Die Originalität leidet da natürlich, aber grundsätzlich kann man sich das Handwerk bei schlechteren Bands abschauen. Was Diretone aber leider nicht gelingt, ist all die Inspiration in Songs umzumünzen, die eine ähnliche Begeisterung auslösen wie es die der Einflussgeber tun. So klingen die meisten Tracks zwar handwerklich ordentlich und auch gut produziert, aber eben auch recht blass und orientierungslos. Hier ein Solo, da ein krachendes Riff und ein treibender Groove, alles ist vorhanden, aber eben ohne auf den Punkt zu kommen. Dazu kommt, dass die Stimme von Frontmann Lars etwas aufgesetzt klingt und man der Band anmerkt, dass sie eigentlich doch ganz gerne auf der Volbeat Welle reiten würde. Somit hinterlassen Diretone ein durchmischtes Gesamtbild. Handwerklich in Ordnung, die Songs zünden aber einfach zu selten, um zu überzeugen. (rg)




