Bloodwrath - The Hate Effect
Das Land von Bolt Thrower und Benediction ist nicht gerade für seine vielen Death Metal Bands bekannt. Bloodwrath ist eine neue Band dieses Genres, die sich im Jahr 2009 in Newcastle gegründet hat und jetzt ihr Debütalbum „The Hate Effect“ präsentiert. Elf thrashige Death Metal Bolzen, die sich auf 45 Minuten ausbreiten. Werden sie der nächste heiße Death Metal Export aus dem Vereinigten Königreich? Der erste Song „Hyperchrist“ jedenfalls klingt ganz vielversprechend. Die Gitarren riffen mal schnell mal schwerfällig in einer Art von gutem alten Göteborg Sound durch die Stücke und werden meist durch die drückende Doublebass sehr gut unterstützt. Mit eingebrachten Tempowechseln bietet der Herr an den Kesseln die ganze Bandbreite und hält die Stücke so dynamisch. Gelegentliche melodische Gitarreneinschübe runden die Songs ab. Instrumententechnisch ist das Quintett jedenfalls auf der Höhe. Hinzu kommt das widerwärtige, hasserfüllte tiefe Growlen des Sängers, das sich zwar sehr gut einbringt, allerdings auch auf die Dauer der Scheibe nerven kann. Das ist auch das größte Problem des Silberlings. Zwar sind mit „Hyperchrist“, „Organised Genocide“, „Against The Tide“ und „The Hate Effect“ frische, abwechslungsreiche Stücke enthalten, doch leider stellt sich der Rest als etwas langatmig dar. Allerdings bin ich nach dem Gehörten trotzdem der Meinung, dass „The Hate Effect“ für ein Debüt ganz ordentlich ist und man der jungen Band eine Chance geben sollte, sich dann auf ihrer zweiten Scheibe zu beweisen. (jh)




