Pain - You Only Live Twice
Der Albumtitel klingt irgendwie nach James Bond, und genau wie der Doppelnull-Agent ist auch Pain-Mastermind Peter Tägtgren ein Tausendsassa. Anderen Leuten würde der Erfolg, den er mit seiner Hauptband Hypocrisy hatte und hat vollauf genügen, Meister Tägtgren war und/oder ist aber zudem noch in diversen weiteren Bands aktiv, produziert sehr erfolgreich andere Bands in seinem Abyss-Studio (u.a. hat er Bands wie Celtic Frost, Children Of Bodom, Dimmu Borgir und Immortal geprägt!) und ist auch sonst alles andere als faul. Überraschungen sucht man hier (leider oder glücklicherweise?) vergebens, die zahlreichen Fans bekommen aber erneut genau das, was sie erwarten: eingängige, klingeltontaugliche Refrains, stampfend-pumpende Beats, catchy Elektroeinsprengsel, sägende Riffs und das alles immer so smart und für die Tanzflächen produziert, dass sowohl die Gothic-Fans als auch die Metalheads hier glücklich werden können. Der im Midtempo mahlende Titeltrack erinnert gar etwas an Ennio Morricone. Besonders interessant ist die in der zweiten Albumhälfte platzierte Interpretation des Sonic Syndicate-Songs „Leave Me Alone“. Der stammt nämlich ursprünglich aus Tägtgrens Feder und hier lässt er uns also hören, wie er sich das ursprünglich wohl vorgestellt hatte. (tj)




