The Haverbrook Disaster - Hopeward Bound
The Haverbrook Disaster aus Karlsruhe, die ihren Namen aus einer Simpson Folge entliehen haben, veröffentlichen mit „Hopeward Bound“ ihr erstes Album. Die Band mischt auf höchst explosive Weise unterschiedliche Spielarten des Hardcores in ihrem Sound. Die Band legt los mit sehr druckvollem aber vermeintlich recht gewöhnlichem Mosh-Hardcore, schnell wird aber klar, dass die Jungs deutlich vielseitiger agieren und sich keinesfalls in der Stumpf-Core Einbahnstraße verfahren. Die Band baut reichlich Elemente aus melodischem Hardcore ein, die nicht selten an Bands wie Set Your Goals oder A Day To Remember erinnern. So stehen ultrabrutale Breakdowns und Moshparts nahezu gleichberechtigt neben lockeren und melodischen Up-Tempo Punk Parts. Ebenfalls im Sound zu finden sind reichlich Crewshouts und Sing-along Gelegenheiten. Sowohl in den derben als auch melodischen Parts finden sich einige sehr coole Riffideen wieder. Die Übergänge zwischen den einzelnen Parts erfolgen sehr natürlich und fließend, wirken nie aufgesetzt. Die Band schafft es, das Energielevel jederzeit weit oben zu halten. So wirkt die Platte insgesamt sehr frisch. Mit dem Titeltrack hat man zusätzlich einen echten Hit am Start. Die Produktion übernahm übrigens Zeuss in den USA. Entsprechend kraftvoll ist der Sound ausgefallen. Einziger Kritikpunkt am Album sind in meinen Augen die recht stumpf und ausdruckslos bellenden, harten Vocals. Aber auch an die kann man sich gewöhnen. Insgesamt ist die Platte ein überaus gelungener Einstand einer vielversprechenden Band. (rg)




