Zuul FX - The Torture Never Stops
Die aus dem Land der Gallier stammenden Kameraden von Zuul FX präsentieren mit „The Torture Never Stops“ ihren dritten Silberling. Die Band existiert bereits seit dem Jahr 2005 und teilte schon mit Größen wie Korn, Lamb Of God, Slayer und Fear Factory die Bühne. Jene Bands stehen auch eindeutig Pate für den Sound von Zuul FX. Ihre Mischung aus Modern Thrash Metal mit Industrial Einflüssen macht keine Kompromisse und ist ein feiner Schlag in die Magengrube. Schon der Einstieg in die Scheibe mit dem noch etwas langsamen aber atmosphärischem Intro „I Want To Kill You Like They Do“ bereitet sehr gut auf die kommenden knapp 45 Minuten vor. Nach einem kurzen Break wird dann mit „The Maze“ ordentlich los geholzt. Hartes, schnelles Doublebass Feuer, vermischt mit dicken Riffs und dem hasserfüllten, wütenden Schreien von Frontsau Zuul bilden eine gute Einheit. Das Einzige, was ich im ersten Song als etwas nervig empfinde, ist das komische, aufgeregte, schnelle Gitarrengekreische. So oder so ähnlich ist bei allen weiteren Songs der eingeschlagene Weg. Jede Menge fetter Riffs, ein kotzender Fronter, der leider etwas zu oft durch irgendwelche Effekte verzerrt wird und viele Passagen, bei denen eindeutig die Beeinflussung ihrer Vorbild-Bands zu hören ist. So werden Machine Head, Fear Factory, Korn, Slipknot aber auch Death Metal der Marke Six Feet Under ein ums andere Mal verarbeitet. Eventuell hätte das ein oder andere Solo weggelassen werden können, da diese nicht so überzeugend klingen. Zuul FX sind also auch bei „The Torture Never Stops“ kein Risiko eingegangen und ihrem Stil treu geblieben. „Beat The Crap Out“, Man Of Silence“ und „Devil Son Vs Sexy Witch“ können durchaus überzeugen. Sollten sie es auf dem nächsten Album schaffen, etwas mehr Eigenständigkeit einzubauen und sich von der eindeutig vorhandenen Kopierlust entfernen, wird die Erfolgskurve sicherlich nach oben gehen. Die Grundvoraussetzungen an den Instrumenten sind auf jeden Fall vorhanden. (jh)




