Dying Signals - Intuitive Senses
Auch auf der kleinen Mittelmeerinsel Malta gibt es Metal. Dying Signals stammen von dort und lärmen schon seit fünf Jahren auf der ansonsten so friedlichen Insel herum. Der Sechser widmet sich dem Deathcore. Derbe Grooves, flitzende Gitarren und vor allem markerschütternde Growls und Geschrei bestimmen das Klangbild der Band. Neben reichlich vorhersehbaren und abgehangenen Riffs und Arrangements peppen Dying Signals ihren Sound aber immer wieder mit interessanten Ideen auf. So geben sie immer wieder recht unerwartete Einschübe, in Form von smarten Breaks, wirren Gitarrenläufen oder Glam-Rock Stilbrüchen, zum Besten. Das ist einerseits ein netter Versuch, aus dem engen Genrekostüm auszubrechen, andererseits geht dieser aber nicht weit genug. Weiterhin führt das eher dazu, dass die Songs ziellos und wirr klingen. Die Band kommt nur selten wirklich auf den Punkt und stückelt stattdessen unterschiedliche Brutalo Attacken einfach aneinander. Immer wieder stolpert man über einen durchaus coolen Part, dann bekommen die Jungs aber nie den Bogen zu einem stimmigen Song. Weiterhin ist die Produktion ziemlich seltsam ausgefallen. Die Drums wirken recht statisch (wird hier teilweise ein Computer eingesetzt?) und der Gesamtsound unausgewogen und hölzern. So sind Dying Signals bestenfalls dem Die-Hard Deathcore Fanatiker zu empfehlen. Die Jungs haben sicher Potential, müssen aber noch hart daran arbeiten, dieses zu entfalten. (rg)




