Ekpyrosis - Ein Ewiges Bild
Eines kann man von Ekpyrosis definitiv nicht behaupten – dass man hier auch nur ein Wort zuviel verliert. Und so entnimmt man schon der CD-Info die Worte „This time we’ll keep it short“. Das gilt nicht unbedingt für die Songs, jedoch umso mehr für die Texte. Nimmt man die Prosa der gesamten neun Songs auf „Ein Ewiges Bild“ zusammen, so erhält man mit Mühe und Not die Hälfte eines durchschnittlichen Nile-Textes. Doch sollte man nicht denken, dass die Aussagekraft von „Ein Ewiges Bild“ darunter zu leiden hätte. Dieser Silberling ist ausnehmend schwermütig, melancholisch, düster und kalt –so kalt, dass man den Eindruck bekommt, schon nach kürzester Zeit Frostbeulen an der Ohren zu haben. Stampfend und zäh wie dickflüssiges Blut trieft „Ein Ewiges Bild“ aus der Anlage. Das ist garantiert kein easy listening und auf einen Hauch Lebensfreude wartet man vergebens. Die grundlegende Ausrichtung des mittlerweile zweiten Albums von Ekpyrosis stellt einmal mehr eine gelungene Mischung aus Doom- und Black-Metal dar, die durchaus eindrucksvoll und zweifelsohne gelungen ist. Lebensfrohen Menschen will ich diese Scheibe nicht unbedingt empfehlen. Hier sind eher die Zeitgenossen gefragt, die sich mit Vorliebe mit den Abgründen der menschlichen Seele beschäftigen und dabei die richtige musikalische Untermalung wünschen. (jb)




