The New Black - II: Better In Black
Was ursprünglich nur als Liebhaberei und quasi nebenbei gegründet wurde, hat eine enorme Eigendynamik entwickelt und den Jungs vom neuen Schwarz ordentlich Kilometer auf den Tacho gebracht. Denn ihr Debüt katapultierte sie doch tatsächlich ins Vorprogramm von AC/DC und verschaffte ihnen da mal eben ein Livepublikum von 65.000 Leuten! Zudem teilte man sich die Bühne mit u.a. Volbeat und Black Label Society, war mit Alter Bridge auf Deutschlandtour und zu Gast bei riesigen Festivals wie dem Summer Breeze, Wacken und Rock Am Ring. Für andere Bands wäre das ein guter Grund den Laden zu zu machen, denn was will man groß mehr erreichen? Die sympathischen Würzburger machen aber munter weiter, Ziel Weltherrschaft? Wer weiß, mit „II: Better In Black“ haben sie auf jeden Fall wieder hochexplosive Munition an Bord, ein Dutzend hitverdächtiger Songs (auf der limitierten Version gibt’s sogar noch einen mehr), die wieder heftig riffenden Heavy Rock zelebrieren und dank dem herausragenden Mann am Mikro das gewisse Etwas mitbringen. Nach dem einleitenden Titeltrack folgt mit dem Dreigestirn „The King I Was“, „Batteries & Rust“ und „Downgrade“ ein regelrechtes Hitfeuerwerk, heftiges Kopfnicken stellt sich fast automatisch ein und vor allem macht das alles einfach höllisch Spaß! Auch soundtechnisch passt hier alles sehr gut zusammen, die Gitarren sind sehr schön fett-bratend, man hört sogar den Bass (!) und man orientiert sich offensichtlich eher am Sound vergangener Tage, etwa an alten Ozzy- oder Pantera-Großtaten. Und weil sie eh am besten weiß, was und wie sie klingen will, hat die Band erneut selbst produziert, nur beim Mastering haben sie ihr Baby dann kurz aus den Händen gegeben, da durfte dann Achim Köhler (u.a. Amon Amarth) ran. Und bei „Alter Boys“ kommt dann auch die coole Mundharmonika wieder zum Einsatz. Wenn die Jungs nach dem rakentenartig abgehobenen Debüt irgendeine Art von Druck verspürt haben sollten, dann haben sie den perfekt in Energie für ein weiteres fettes Album umgemünzt. Respekt! Wer für die limited Edition etwas mehr Gled ausgibt, wird mit 'nem coolen Bonustrack belohnt. (tj)




