Hardcore Superstar - Split Your Lip
Was ein Brett! Der Opener „Sadistic Girls“ ist direkt ein immens anhänglicher Ohrwurm und erinnert von der ersten Sekunde an die Hochphase des Glamrock bzw. Sleaze und ihre Protagonisten – eben amerikanische Bands wie etwa Mötley Crüe, Guns’n’Roses oder auch frühe Bon Jovi. Erstaunlich ist die Hitdichte auch und vor allem deshalb, weil die Schweden nach gerade mal einem Jahr („Beg For It“ erschien Mitte 2009) schon mit dem nächsten Album um die Ecke kommen – da will wohl jemand das Eisen schmieden, so lange es heiß ist. Und heiß sind die Vier um Sänger Jocke mal wirklich – die ersten fünf Songs des Albums gehen nämlich allesamt als veritable Hits durch und auch die zweite Hälfte des Albums weiß zu überzeugen. Hier bemüht sich die Band dann um Abwechslung und fährt als Kontrast zu den rockigen Tracks einen akustischen Song („Here Comes The Sick Bitch“) und zum Abschluss sogar eine gelungene Piano-Ballade („Run To Your Mama“) auf. Das wird nicht jedem Altfan zu 100% schmecken, aber es zeigt, dass die Band nicht auf Nummer sicher geht und nach wie vor an sich arbeitet. Die Thrash-Anteile wurden deutlich zurückgefahren und das Artwork passt dann wohl wie Gesäß auf Gefäß, fein! (tj)




