Mother Of Mercy - IV: Symptoms Of Existance
Mother Of Mercy aus Pennsylvania sind das neueste Signing bei Bridge 9. Mit “Symptoms Of Existance” veröffentlichen sie ihr zweites Album. Zählt man ein Demo und eine EP noch dazu, kommt man auf vier Veröffentlichungen, was die Zahl im Titel erklärt. Die Band besteht aus ehemaligen Mitgliedern von Let Down, die Szenespezialisten kennen könnten. Musikalisch ist die Band irgendwo zwischen 90er Mosh-Metalcore, Spät-80er Crossover und modernem Düstercore verortet. Eine amtliche Metal Schlagseite ist zu hören, aber eben doch deutlich zurückhaltender als das heutzutage im Metalcore der Fall wäre. Stattdessen liegen die Hardcore Wurzeln deutlich offener. Diese werden dann auch kultiviert und gepflegt. Es kommen Erinnerungen an Bands wie Undertow und Strife auf, aber auch an Only Living Witness, D.R.I. und Hope Conspiracy. So vielfältig die Einflüsse, so geradlinig sind andererseits die Songs. Die Band groovt meist recht direkt nach vorne und sagt in weniger als drei Minuten alles was gesagt werden muss. Das Riffing ist dabei überaus cool und eingängig. Songs wie „Soul Burns Slow“ oder „ Forever Night, Forever Mourning“ sind kleine Hits. Die schrillen, angepissten Vocals passen ebenfalls hervorragend ins Bild. Bridge 9 haben einmal mehr ein glückliches Händchen für coole Signings bewiesen. Wer auf smarten, zeitgemäßen Hardcore ohne Klischees steht, sollte sich unbedingt Mother Of Mercy anhören. (rg)




