Earthbend - Attack Attack Attack
Bei den Brandenburgern stehen die Zeichen offensichtlich auf Sturm, der Albumtitel klingt auf jeden Fall mal stark nach Adrenalinüberschuss. Die elf Songs auf diesem dritten Album des Trios fackeln dann auch nicht lange herum und rocken meist straight und ohne Schnörkel auf die Zwölf. Das klingt jetzt erst mal recht unspektakulär, das Album ist aber richtig fantastisch! Das ist irgendwie klassisch und trotzdem enorm erfrischend. Um einen optimalen Effekt zu erzielen, muss man eben nur optimale Zutaten zueinander bringen, Bio-Rock quasi. Songwriting auf den Punkt und vor allem Spielfreude galore – wenn die live nur halb so gut sind, wie auf Platte, dann sollten sich die Veranstalter richtig um sie reißen. Sänger Andre Kunze erinnert mich immer wieder an Aren von Harmful und überhaupt, wenn die schädlichen Hessen den Weg von „Sis Masis“ damals mutig weitergegangen wären, dann könnten sie sich heute musikalisch in ganz ähnlichen Regionen bewegen wie Earthbend. Sowohl textlich als auch in Sachen Artwork und Video dreht sich vieles um alte Horrorhelden, viel cineastisches, aber auch eine coole Ode an Ozzy ist dabei. Ach ja, fürs staubig-psychedelische „Newbourne“ treten sie dann doch kurz auf die Bremse, fahren kurz rechts ran und packen coole Hammond-Orgeln und 'ne Westerngitarre aus. (tj)




