Venus In Flames - Intimacy
Vor sechs Jahren gab's schon „Notes Of Tenderness“ von Venus In Flames – und jetzt von dem „In Flames“-Anteil im Bandnamen bitte nicht auf Gitarrengeschredder schließen, sonst nämlich deutlicher Holzweg! Hinter dem Bandnamen steht Mastermind Jan de Campenaere, der dann zwar schon 2006 in seiner belgischen Heimat das Album „Shadowlands“ nachlegte, das wurde bei uns aber nie veröffentlicht. Was Fans des Debüts auch nur irritieren würde, ging das doch in eine ganz andere Richtung… „Intimacy“ schließt aber genau dort an, wo einen „Notes Of Tenderness“ so oft hintransportiert hat; man könnte fast meinen, dass Songs wie „Right Here“ oder auch die wunderbare Pianoballade „“You Could Be The One“ aus der selben Studiosession stammen wie etwa „Better Man“ oder „Cynthia’s Gone“ des Debüts. Recht plakativ wird in Zusammenhang mit der Band immer wieder gerne von „den besseren Coldplay“ gesprochen. Das trifft nicht voll ins Schwarze, positioniert die Band aber auf jeden Fall mal auf der richtigen Zielscheibe. Da steckt auch ein gutes Pfund frühe (= straighte) Radiohead drin und hier und da wird’s auch dezent jazzig. Sehr schönes Album aus unserem Nachbarland, das wunderbar in den Herbst passt. Perfektes Coverartwork und Titel auch. Musik und Texte bilden eine wunderbare Einheit, Jan de Campenaere erzählt kleine, intime Geschichten, die berühren und zurückhaltend-optimal instrumentiert wurden. (tj)




