The Black Angels - Phosphene Dream
The Black Angels aus dem Texanischen Austin veröffentlichen mit dem vorliegenden Album bereits ihr drittes Werk. Es wurde zum ersten Mal nicht in ihrer Heimat sondern in Los Angeles zusammen mit Dave Sardy aufgenommen, der für seine Arbeiten mit Wolfmother und Black Mountain bekannt ist. The Black Angels sind aber auch auf ihrem dritten Album ihrem Stil treu geblieben. Geboten wird Rock´n Roll in Reinform. Die Band nimmt den Hörer mit auf eine Zeitreise in die späten 60er und frühen 70er. Bands wie The Doors, Jefferson Airplane, Rolling Stones oder auch Velvet Underground lassen grüßen. Sehr verschroben, psychedelisch und erdig klingt das Ganze. Doch die Songs klingen oft keineswegs so blumig wie man es vermuten könnte. The Black Angels bewegen sich eher in düsteren Klangwelten. Im Gegensatz zu den Bands, die Pate für den Sound der Band standen, steht The Black Angels heute moderne Studiotechnik zur Verfügung. So klingen die Gitarren natürlich deutlich verzerrter und die Bässe sehr viel satter als man es beispielsweise von den Doors kennt. So bekommt der Sound ein ganz neues Gesicht. Leider kommen The Black Angels auf ihrem neuen Album nie so recht in Fahrt. Die Songs dämmern immer recht vernebelt vor sich hin und kommen trotz oft treibenden Beats nie so recht irgendwo an. Nach einiger Zeit bildet sich aus waberndem Bass, beschwörenden Vocals und psycho Gitarren ein recht undurchsichtiger und schwerer Soundvorhang. Schnell macht sich gähnende Langweile breit. Vielleicht findet man die Platte nach ein paar Joints interessanter, im nüchternen Zustand ist dem Ganzen nur wenig abzugewinnen. (rg)




