The Acacia Strain - Wormwood
The Acacia Strain konnten sich über die letzten Jahre eine wachsende Fanbase erspielen. Nicht zuletzt ihr vorheriges Album „Continent“ hat den Ruf der Band gefestigt. Jetzt legen sie mit „Wormwood“ ihr insgesamt viertes Album vor. Die Stilmittel des Vorgängers hat sich die Band beibehalten, klingt aber insgesamt zugänglicher und kompakter. Die Band kann ihren großen Meshuggah Einfluss im Riffing nach wie vor nicht verstecken, wo die schwedischen Vorbilder aber in nur schwer nachvollziehbare Tech-Orgien abschweifen, bleiben The Acacia Strain auf dem Boden. Das führt dazu, dass die Songs auf „Wormwood“ zwar von ihren massiven Riffwänden und vertrackten Rhythmen leben, aber eben nie zu undurchsichtig werden. Im Gegenteil, die Tracks bieten meist sehr griffige und gar eingängige Hooks. Auch sind die Songs kompakt gehalten und kommen ohne Ausschweifungen auf den Punkt. Heavyness heißt das Gesetz der Stunde. Die Tracks wirken wie Mauern, aber bieten auch immer wieder aufgelockerte Momente in denen die Band mit progressiven Ausflügen oder gar eingängigen Refrains Akzente setzt. Songs wie „Beast“ oder „Ramirez“ hämmern sich auch ins Langzeitgedächtnis und Smasher wie „The Hills Have Eyes“ oder „BTM FDR“ walzen alles platt. Herauszuheben ist auch die Gesangsleistung von Frontmann Vincent Bennett, dessen eindringliche Vocals den Songs Brisanz verleihen. The Acacia Strain haben mit “Wormwood” einen ordentlichen Satz nach vorne gemacht und ihr bisher reifstes und stärkstes Album veröffentlicht. (rg)




