The Sad Riders - In The End We Always Win
Richtig düster und tieftraurig geht es los, nur mit leicht gezupfter Gitarre und dramatisch-spartanischem Piano zieht einen der Opener “Evil” ins kalte Grab, leichte Assoziationen gehen in Richtung Nick Cave in Kombination mit Kylie Minogue und ihren wilden Rosen. Umso überraschender, dass es dann mit einem fast schon Springsteen-artigen Rocker wie „Travel Light“ an zweiter Stelle direkt deutlich fröhlicher weitergeht. In den sieben Jahren, die zwischen diesem zweiten und dem ersten Soloalbum des Favez-Sängers Chris Wicky liegen, hat sich wohl einiges an Material angesammelt. Die dreizehn Songs sind jedenfalls allesamt abwechslungsreich und mitreißend, an sich schwer zu kategorisieren aber im weitesten Sinne dann doch dem Americana-Gedanken zuzuordnen. Das akustische „Victoria“ geht richtig zu Herzen, „Mr. Porter“ swingt in bester Country-Manier und „Sorry As I“ ist eine gefühlvolle Ballade mit unaufdringlich in Szene gesetzten Streichern und“Baby Dancing Over The Sun“ klingt nach Saloon zu später Stunde. Wie auch der Lausanner Rockband Favez hört man auch diesen Kompositionen ihres Fronters nie ihre Schweizer Herkunft an und so macht das Album seinem Titel alle Ehre, das ist eine klassische WinWin-Siuation zwischen Künstler und Zuhörer. (tj)




