The Rabble - The Battle Is Almost Over
Um The Unseen ist es in letzter Zeit leider sehr ruhig geworden. Abhilfe kommt in musikalischer Form aus dem fernen Neuseeland. The Rabble aus Auckland legen ihr zweites Album vor und erinnern musikalisch an die Punks aus Boston. Ihr Sound ist sehr energiegeladen aber gleichzeitig catchy. Die Band vereint Elemente aus 70er Punk, Hardcore, Street-Punk und Rock´n Roll. Das Album steckt voller dreckiger Punksongs die Arschtritte in alle Richtungen verteilen und dabei dem Hörer genügend Gelegenheiten geben, mit wütend erhobenem Finger in Sing-Alongs einzustimmen. Die Band schaut sich dabei bei Bands wie The Unseen, Dropkick Murphys, Anti-Flag, Ramones und Bad Religion alles ab was funktioniert und komprimiert alles recht erfolgreich in eigene Songs. Eingängige Melodien, Ahh und Ohh Chöre, Crewshouts, kantige Schrammelriffs und treibende Beats bekommt man zur Genüge geboten. Das Punk-Rad wird hier sicher nicht neu erfunden, aber es passt im Grunde alles zusammen und kracht amtlich. Unter den 16 Songs befinden sich einige echte Perlen wie „Sick & Tired“ oder „This World Is Dead“ (mit Unterstützung von Mark Unseen). In „The Battle“ kommt ein Dudelsack zum Einsatz, „The Devils Highway“ huldigt dem Rockabilly. Es ist für jeden Punk was dabei. Insgesamt verfügen The Rabble aber einfach nicht über dieselbe Ausstrahlung wie ihre großen Vorbilder. Vieles auf „The Battle Is Almost Over“ klingt sehr gewollt und kalkuliert, sogar der raue und dreckige Charme. Darüber hinaus ist trotz hoher Hitdichte beileibe nicht jeder Song auf dem Album ein Volltreffer. So hinterlässt die Band einen eher gemischten Gesamteindruck. Wer energischen Punk mit Hitpotential mag, kann der Band bedenkenlos eine Chance geben. (rg)




